Billabong hat mit MERGE einen neuen Team-Film veröffentlicht: 20 Minuten pures Hochleistungs-Surfen, zusammengeschnitten aus Trips nach Westaustralien, Victoria, Fiji und an die NSW South Coast — komplett ohne Drehbuch.
Der Streifen von Billabong-Filmer Thomas Crews verzichtet bewusst auf Story, Interviews und Lifestyle-Inszenierung. Die Idee dahinter war so simpel wie ehrlich: Es gab keinen Plan. Kein Reiseplan, kein Zeitplan — und trotzdem lief der Ozean an fast jedem Stopp.
Was passiert ist
Statt eine Reise durchzuchoreografieren, hatte das Team einfach über Monate Wellen gejagt und dabei Clip um Clip gesammelt. Ethan Ewing scorte auf Fiji, Creed McTaggart erwischte seinen Homebreak an einem guten Tag, und irgendwann saß Crews auf einem Berg an Material — den er kurzerhand zu einer Collage aus reinem High-Performance-Surfen zusammenfügte. Auf Deutsch: Er hat es gemerged.
Vor der Kamera stehen neben Ewing und McTaggart auch Lennix Smith, Willis Droomer und Eithan Osborne, dazu wird Nachwuchstalent Taylor Bartlett vorgestellt. Die vier Stopps — Westaustralien, Victoria, Fiji und die NSW South Coast — liefern ein breites Spektrum: von kraftvollen Reef-Barrels bis zu offenen Turn-Sektionen. Stilistisch nickt MERGE Richtung australischer Kult-Klassiker wie Pulse: rohe Reise-Vibes, gute Kumpels, endlose Roadtrip-Kilometer und eine fast schon unfaire Menge perfekter Wellen. Das US-Magazin The Inertia bringt die Machart auf den Punkt: „Point. Shoot. Surf.”
Was das bedeutet
In einer Zeit, in der auf jedes Brett mit Sticker eine Kamera vom Strand zeigt, ist der „Nimm einfach die besten Clips”-Ansatz fast schon ein Statement. Kein Über-Produzieren, kein künstlicher Spannungsbogen — nur Surfen, das für sich steht. Dass mit Ethan Ewing einer der aktuellen Titelkandidaten der Championship Tour mitfährt, hebt das Level zusätzlich: Contest-Präzision, aber im entspannten Team-Kontext.
Team-Filme haben in Australien eine lange Tradition — sie halten den Zusammenhalt einer Crew fest und geben Nachwuchsleuten wie Taylor Bartlett eine erste große Bühne. MERGE steht damit in einer Reihe, die das Surfen weniger als Wettkampf und mehr als gemeinsame Reise erzählt.
Für uns hier im DACH-Raum kommt der Film zur richtigen Zeit. Der europäische Sommer bedeutet an vielen Homebreaks erst mal Flaute — und genau dann sind 20 Minuten geballter Stoke die beste Überbrückung, bis der nächste Swell anrollt. Nebenbei zeigt MERGE, dass Reise-Surfen keine Hochglanz-Produktion braucht, um zu begeistern.
Was wir mitnehmen
Manchmal ist der beste Plan, keinen zu haben: Wasser, ein paar gute Leute und ein Forecast, der liefert. MERGE gibt es kostenlos auf YouTube zu sehen — reinschauen, Boardwachs schmelzen lassen, wieder rauspaddeln. Hang loose, ride loud.
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