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Egmont Honey Pro 2026: Conroy & Tyro holen die LT-Tickets

· 3 MIN READ · SOURCE: World Surf League

Beatrice Conroy aus Victoria und Jack Tyro aus Christchurch haben am Wochenende den erstmals ausgetragenen Egmont Honey Pro LQS in Taranaki gewonnen — und damit ihren Platz auf der WSL Longboard Tour 2026/27 gesichert. Beide standen zum ersten Mal überhaupt ganz oben auf einem WSL-Podium.

Der Egmont Honey Pro war zugleich das Finale der Australia/Oceania Longboard Qualifying Series. In sauberen Zwei-bis-Drei-Fuß-Wellen am Fitzroy Beach in New Plymouth konnten die Finals an einem einzigen Tag — von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang — durchgezogen werden.

Was passiert ist

Bei den Frauen ging die 22-jährige Beatrice Conroy (AUS) als Rangliste-Zweite ins Wochenende. Erst als Spitzenreiterin Luana Matthies (AUS, gerade mal 15) in Runde 2 ausschied, öffnete sich für Conroy das Fenster. Im Halbfinale legte sie das Top-Heat-Total des Events vor — eine 14.33 inklusive einer einzelnen 7.83-Welle. Im Finale setzte sie sich gegen Te Waiotu Fairlie (NZL) durch, die bei ihrem allerersten WSL-Event direkt im Endlauf stand.

„I am over the moon to get to the WSL” — Beatrice Conroy

Bei den Männern brach Jack Tyro (NZL, 19) gegen Nicholas Brewer (AUS) aus Noosa zum ersten WSL-Titel durch. Auf dem Weg ins Finale lieferte Tyro die einzige Excellent-Heat-Wertung des Events ab — eine 16.00. Brewer hatte sich schon vorher als regionaler Champion qualifiziert, nachdem er Jaxon Willows (NZL) im Halbfinale um genau 0.03 Punkte abgefangen hatte. Tyro hat das Event über mehrere NZ National Titles aufgebaut und kommt nun als zweite Kraft der Region auf die Tour.

Was das bedeutet

Für die Longboard Tour ist das Ergebnis ein Wechsel im Pool: Conroy und Brewer holen die regionalen Australia/Oceania-Titel und fahren 2026/27 ihre erste komplette LT-Saison. Tyro qualifiziert sich als Zweiter direkt mit. Mit Fairlie und Willows haben außerdem zwei junge Kiwis bewiesen, dass die LQS in Neuseeland tatsächlich Nachwuchs auf Tour-Niveau produziert — was lange anders erzählt wurde.

Für uns aus dem DACH-Raum interessant: Die LQS funktioniert wie ein Aufstieg-Modell. Wer dort regional Erster oder Zweiter wird, sitzt eine Saison später bei den großen Events. Für deutsche und europäische Longboarder, die sich an der LT versuchen, ist das eine sehr klare Karriereleiter — keine Nominierung, kein Wildcard-Roulette, sondern Punkte. Wer Lust auf mehr Tour-News aus Neuseeland hat, findet bei uns auch den Raglan-Recap zu Yago Doras erster perfekter 10 der Saison sowie weitere Stories in der Events-Kategorie.

Als nächstes für die LT-Newcomer: der Bioglan Bells Beach Longboard Classic, das traditionelle Auftakt-Event der Tour. Conroy war dort 2025 schon zweimal Wildcard — kennt das Lineup also schon.

Was wir mitnehmen

Zwei Premieren-Sieger, zwei Rookies, ein einziger Wettkampftag in sauberen Wellen — der Egmont Honey Pro ist genau die Art von kleinem Event, das größeren Karrieren den Schub gibt. Pathway funktioniert. Hang loose, ride loud.

QUELLE / SOURCE World Surf League ↗

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