Erin Brooks steht im Finale des Fiji Pro 2026. Die 19-jährige Kanadierin schlug im Halbfinale an Cloudbreak die fünffache Weltmeisterin Carissa Moore — und könnte nach ihrem Sieg beim Tahiti Pro nun den zweiten Championship-Tour-Sieg in Folge holen.
Doch das Finale hat eine bittere Vorgeschichte: Ihre Gegnerin Isabella Nichols knickte kurz vor Ende ihres Halbfinals mit dem Knöchel um. Ob die Australierin überhaupt antreten kann, ist offen.
Was passiert ist
Der große Mittwoch-Swell hat geliefert. Nach vier Lay Days lief der Fiji Pro an Cloudbreak wieder — und die Damen-Halbfinals hatten es in sich. Brooks setzte ihren Lauf fort, der mit dem Comeback-Sieg in Teahupoo begann und in der Auftaktrunde von Fidschi mit einer perfekten 10 seinen bisherigen Höhepunkt fand. „It was definitely the best heat of my life”, sagte sie damals im Anschluss. Jetzt räumte sie mit Carissa Moore eine der erfolgreichsten Surferinnen der Geschichte aus dem Weg.
Im zweiten Halbfinale besiegte Isabella Nichols die Costa-Ricanerin Brisa Hennessy — die tags zuvor noch Titelverteidigerin Molly Picklum eliminiert hatte. Rund vier Minuten vor Heat-Ende zog Nichols in eine Barrel, wurde vom Foam Ball geschluckt und verdrehte sich dabei das Sprunggelenk. Ein offizielles Update der WSL zu ihrem Zustand steht noch aus.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Finale 1: Erin Brooks (CAN, 19) — schlug Carissa Moore im Halbfinale
- Finale 2: Isabella Nichols (AUS) — schlug Brisa Hennessy, Status nach Knöchelverletzung offen
- Rankings: Brooks klettert auf Platz 10, Nichols auf Platz 8 der Live-Wertung
- Contest-Fenster: läuft noch bis 4. September
Was das bedeutet
Sollte Nichols nicht antreten können, greift Artikel 17.07 des WSL-Regelwerks: Ab Runde drei gibt es keinen Ersatzmechanismus. Brooks müsste das Finale allein surfen und wäre damit faktisch Siegerin. Nichols behielte die Punkte für ihren Finaleinzug — sofern die WSL die Verletzung anerkennt. Ein Finale ohne Duell wäre ein seltsamer Abschluss für einen Event, der sportlich so viel geliefert hat.
Für Brooks wäre es so oder so ein Statement: zwei CT-Siege in Folge im Südpazifik, mit 19 Jahren, in den beiden anspruchsvollsten Riff-Wellen der Tour. Wer das Finale live sehen will: Der WSL-Livestream läuft für uns in Deutschland voraussichtlich in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) — mehr Wassersport-News findest du auf unserer Startseite.
FAQ
Wer steht im Finale des Fiji Pro 2026 der Damen?
Erin Brooks (Kanada) und Isabella Nichols (Australien). Nichols’ Start ist wegen einer Knöchelverletzung aus dem Halbfinale fraglich.
Was passiert, wenn Isabella Nichols nicht antreten kann?
Laut WSL-Regelwerk (Artikel 17.07) gibt es ab Runde drei keinen Ersatz. Erin Brooks würde das Finale allein surfen und den Event gewinnen.
Was wir mitnehmen
Erin Brooks surft gerade in ihrer eigenen Liga — und Isabella Nichols hat sich dieses Finale genauso verdient. Wir drücken die Daumen, dass der Knöchel mitspielt und wir ein echtes Duell sehen. Bis dahin: Boards wachsen und durchatmen — oder im POWERHALSE-Shop vorbeischauen. Hang loose, ride loud.