Ryan Callinan hat mit „Interim” sein neues Freesurf-Edit veröffentlicht — den ersten Clip seit seinem Abschied von der WSL Championship Tour. Die knapp sechs Minuten (5:56) erschienen am 31. Juli 2026 und laufen kostenlos auf YouTube und bei Stab Magazine.
Der Goofyfoot aus Newcastle (Australien) war zehn Jahre auf der Tour unterwegs: 62 Championship-Tour-Events, zwei zweite Plätze in Frankreich und bei Bells. 2025 nahm er zur Geburt seiner Tochter Penny eine Auszeit ausgerechnet vor dem Mid-Year-Cut, rutschte in die Challenger Series — und verpasste die Requalifikation. 2026 macht er daraus bewusst ein Freesurf-Jahr. Der Name „Interim” (Zwischenzeit) ist Programm.
Was passiert ist
„Interim” zeigt Callinan abseits jeder Contest-Logik: Das Herzstück ist eine schräge Wedge-Welle, die backside direkt auf die Felsen bricht — ein Spot, den er nach eigener Aussage während der Tour-Jahre nie angefahren wäre, weil dort schlicht nie ein Event stattfinden würde. Dazu kommen Strike-Missions mit Craig Anderson: Beide sind frisch Väter und fahren ein straffes Zwei-Tage-Programm — um drei Uhr aufstehen, stundenlang fahren, zweimal surfen, übernachten, nochmal surfen, heim.
Die Fakten im Überblick:
- Wer: Ryan Callinan, Goofyfoot aus Newcastle, Australien
- Was: Freesurf-Edit „Interim”, 5:56 Minuten, frei auf YouTube
- Release: 31. Juli 2026 via Stab Magazine
- Kontext: Erstes Edit nach zehn Jahren Championship Tour und der Geburt seiner Tochter
Sein Fazit im Interview: „I’m just enjoying surfing more than ever” — er genieße das Surfen mehr als je zuvor. Ein Chile-Trip mit Harry Bryant ist übrigens nicht im Edit enthalten; diese Clips erscheinen erst nächstes Jahr in Stabs E.A.S.T.-Serie.
Was das bedeutet
Callinan beschreibt den Perspektivwechsel als befreiend: kein Training auf Events, kein Board-Testen mit Zielvorgabe — stattdessen die Frage, was das beste Surfen ist, das er zeigen kann, wenn er aufs Wasser schaut. Ganz vorbei ist das Kapitel Contest aber nicht: Für 2027 hofft er auf einen Startplatz bei der ersten Challenger Series der Saison in seiner Heimatstadt Newcastle.
Für uns in Deutschland ist das ein sympathischer Gedanke: Die wenigsten von uns surfen je einen Contest — und trotzdem (oder gerade deshalb) kann man am eigenen Surfen wachsen. Die Haltung aus „Interim” funktioniert an der Nordsee genauso wie am Flusswellen-Spot um die Ecke. Wer Callinans ruhige Bildsprache mag: Auch seine früheren Edits „Ripples in the Void”, „Beneath a Pear Tree” und „JustForNow” lohnen sich als Sonntags-Programm.
Was wir mitnehmen
Surfen ohne Wettkampfdruck ist kein Rückschritt, sondern eine eigene Disziplin — und „Interim” ist der beste Beweis. Also: Clip anschauen, Boardshorts bereitlegen und die nächste eigene Session planen. Hang loose — Ride loud.