Beim Lords of Tram 2026 stand Deutschland gleich doppelt auf dem Treppchen — und ein neuer Kurzfilm von Seb Porral zeigt jetzt, wie sich diese Momente von innen anfühlen.
Der Film „Three World Champions – One Event” ist heute über IKSURFMAG online gegangen. Er begleitet Mikaili Sol, Finn Flügel und Andrea Principi durch das Big-Air-Event in Le Barcarès — drei sehr unterschiedliche Charaktere, ein und derselbe Contest.
Was passiert ist
Lords of Tram lief Ende März im Süden Frankreichs, vierter Tour-Stopp in Folge in Le Barcarès. Über der Lagune knallte der Tramontana mit Böen jenseits der 40 Knoten — ideal für Big Air, brutal für jeden Material-Fehler. Das Herrenfinale gewann Jamie Overbeek (NED) mit einem perfekten 10er und 28,80 von 30 möglichen Punkten. Direkt dahinter: Finn Flügel (GER, 16), amtierender GKA-Freestyle-Weltmeister und einer der jüngsten Top-Rider der Tour. Sein Final-Start war ein Albtraum — der 7-m²-Foilkite knallte beim ersten Versuch ins Wasser, ein Kite-Wechsel war nötig. Trotzdem fuhr er sich Schritt für Schritt zurück und holte Platz zwei.
Bei den Frauen gewann Alessa Sophia Mensch (GER) ihren ersten Big-Air-World-Cup — knapp vor Mikaili Sol. Andrea Principi, letzter Lords-of-Tram-Sieger und ehemaliger Weltmeister, scheiterte überraschend im „Heat of Death” auf Platz vier.
Genau diese drei — Sol, Flügel, Principi — porträtiert Seb Porral in seinem Film. Lords of Tram sei „one of the most iconic events in kiteboarding”, heißt es in der Beschreibung. Im Zentrum stehen drei Antworten auf dieselbe Frage: Wie geht man mit Druck um, wenn alle hinschauen?
Was das bedeutet
Für den DACH-Raum ist Lords of Tram 2026 ein Doppel-Statement. Alessa Mensch holt den ersten Big-Air-Cup ihrer Karriere, Finn Flügel verteidigt sein zweites Standbein neben dem Freestyle-Titel. Das ist die nächste Generation deutscher Kite-Talente, die international ganz oben mitspielt.
Der Porral-Film ist dabei mehr als ein Recap. Er zeigt, wie Top-Rider sich nach einem verpatzten Trick wieder hochziehen — bei Flügel im wörtlichen Sinn, mit nassem Kite im Wasser. Andrea Principi spricht über den Wechsel vom Ergebnis-Druck hin zur reinen Freude am Riden. Mikaili Sol bringt ihre ruhige Konzentration ein. Drei sehr verschiedene Wege durch denselben Wettkampf.
Die GKA-Big-Air-Saison läuft weiter Richtung Borkum — Heim-Event für Flügel — und endet im Juni mit dem Finale in Mykonos. Overbeek geht mit gewaltigem Schwung in den Rest der Tour, Flügel als Verfolger, mit der Erfahrung, einen Kite-Wechsel im Finale überlebt zu haben.
Was wir mitnehmen
Was uns am Film gefällt: Er macht aus Punktzahlen Geschichten. Wir merken uns Finn Flügels Comeback, nicht nur seinen zweiten Platz — und genau diese Sorte Stoke ist es, weswegen wir Kiten überhaupt schauen.