Kelly Slater hat den Auftakt des Tahiti Pro 2026 dominiert: Der 54-jährige Wildcard schlug Eli Hanneman in Runde eins und surfte bei wildem Sideshore-Swell eine Neun-Punkte-Welle — seine 46. in Teahupoo.
Nach sechs Wochen Tour-Pause läuft seit Samstag (8. August) der CT-Restart am „End of the Road” auf Tahiti. An den ersten beiden Tagen gingen neun Heats bei 8 bis 12 Fuß und hartem Sideshore-Wind ins Wasser — beide Tage wurden schließlich unterbrochen, weil die Bedingungen zu wild wurden.
Was passiert ist
Der fünffache Teahupoo-Sieger tastete sich mit Tubes im Sechs-Punkte-Bereich heran, dann fand er die lange, aufreißende Kaverne, auf die er gewartet hatte: neun Punkte, Spit inklusive, High-Fives im Channel. „I’m just trying to match my age with nine-point rides”, scherzte Slater laut The Inertia nach dem Heat. Sein Gegner Eli Hanneman kämpfte mutig, ging aber gleich zweimal über die Falls — und musste sich geschlagen geben.
Das zweite große Drama lieferte das Duell zwischen Seth Moniz und Lokalmatador Eimeo Czermak: Der Tahitianer eröffnete mit einem Sieben-Punkte-Barrel, doch Moniz konterte mit einer 6,5 und dem besten Ride des Heats — einem Acht-Punkte-Barrel mit extralanger Zeit hinter dem Vorhang. Zwei Minuten vor Schluss zog der Hawaiianer vorbei. Tags darauf schlug Moniz auch noch Titelverteidiger Yago Dora.
Typisch Big Teahupoo: Neben Sternstunden gab es reichlich zähe Heats. Die Siegerscores im Überblick:
- Barron Mamiya: 9,07 Punkte
- Ramzi Boukhiam: 8,17 Punkte
- Alan Cleland: 6,00 Punkte
- Luke Thompson: 5,50 Punkte
- Connor O’Leary: 4,06 Punkte
Was das bedeutet
Die Saison steht bei Halbzeit — sechs von zwölf Events sind gelaufen, und Big Teahupoo kann im Titelrennen richtig Punkte kosten. Auch Olympiasieger Kauli Vaast zeigte in den frühen Heats gemachte Tubes und bleibt vor Heimpublikum einer, den niemand im Draw haben will.
In Runde zwei wartet auf Slater ausgerechnet Gabriel Medina — ein Duell mit Klassiker-Potenzial, das man sich dick im Kalender anstreichen sollte. Moniz trifft nach seinem Lauf gegen Czermak und Dora in Runde drei auf Barron Mamiya. Für Hanneman wird die Saison dagegen immer schwieriger: Platz 30 im Ranking ist eine bittere Ausgangslage für die Requalifikation 2027.
Für deutsche Fans praktisch: Durch die zwölf Stunden Zeitverschiebung laufen die Heats hierzulande am Abend — perfekt zum Feierabend-Streamen. Das Event-Fenster ist noch bis zum 18. August offen, und der Forecast verspricht weiter ordentlich Swell. Alle weiteren Updates findest du in unserem News-Hub.
Was wir mitnehmen
Mit 54 Jahren Neun-Punkte-Wellen in Teahupoo stapeln — Slater erinnert uns daran, dass Stoke kein Ablaufdatum hat. Wir schauen zu, nehmen Notizen und träumen vom eigenen nächsten Board. Hang Loose — Ride Loud.