Cole Houshmand hat den Fiji Pro 2026 gewonnen. Der Kalifornier schlug im Finale an Cloudbreak den dreifachen Weltmeister Gabriel Medina mit 16,87 zu 15,17 Punkten — obwohl Medina mit seiner ersten Welle eine perfekte 10 surfte. Bei den Damen holte Erin Brooks kampflos ihren zweiten Championship-Tour-Sieg in Folge, weil Isabella Nichols verletzt nicht antreten konnte.
Damit endet Stopp Nummer 8 der WSL Championship Tour nach vier Lay Days mit zwei Tagen Sechs-bis-acht-Fuß-Cloudbreak — und mit zwei Siegern, die vor einem Monat noch um ihren Tour-Platz bangten.
Was passiert ist
Das Herrenfinale war ein Krimi. Houshmand legte mit einer 8,50-Barrel vor und packte eine 8,37 aus Turns obendrauf. Dann kam Medinas Antwort: eine lange, tiefe Tube, Ausfahrt mit zehn Fingern in der Luft — und die Judges gaben tatsächlich die 10. Es war die dritte perfekte Welle des Events nach Brooks in Runde 1 und Kauli Vaast in Runde 3. Medina fehlte danach aber noch eine 6,87 als Backup. Houshmand hatte Priorität, die letzten Minuten blieben ohne brauchbare Welle — und der 25-Jährige aus San Clemente hatte seinen dritten CT-Sieg nach Bells Beach 2024 und Brasilien 2025.
Der Weg dorthin war bemerkenswert: sechs Erstrunden-Niederlagen in dieser Saison, dann im Viertelfinale der Sieg über Titelverteidiger und Weltmeister Yago Dora, im Halbfinale gegen Leonardo Fioravanti, im Finale gegen Medina. „I’m pretty speechless. It never really goes the way you expect it“, sagte Houshmand nach dem Sieg.
Bei den Damen bestätigte ein MRT bei Isabella Nichols eine schwere Verstauchung des Sprunggelenks. Sie konnte kaum stehen und sagte das Finale ab. Erin Brooks, die im Halbfinale Carissa Moore mit 11,84 zu 9,97 geschlagen hatte, gewann damit ohne Finalheat — nach Teahupoo ihr zweiter Sieg in Folge.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Herren-Finale: Cole Houshmand (USA) 16,87 def. Gabriel Medina (BRA) 15,17
- Damen-Finale: Erin Brooks (CAN) — Sieg durch Walkover, Isabella Nichols (AUS) verletzt
- Perfekte 10er im Event: Brooks (R1), Kauli Vaast (R3), Medina (Finale)
- Preisgeld für den Sieg: 80.000 US-Dollar
- Nächster Stopp: Trestles Pro, Kalifornien, 11.–20. September
Was das bedeutet
Für die Rankings war Fidschi ein Beben. Houshmand springt um zehn Plätze auf Rang 17 — und damit in den Requalifikations-Bereich der Top 22. Der Kalifornier hatte parallel die Challenger Series gesurft, um sich für den Fall des Abstiegs abzusichern, und dort in Ballito gewonnen. Brooks steht nach zwei Siegen auf Platz 8, nachdem sie vor Tahiti noch 18. war. Beide sind Goofy-Footer, beide hatten eine miserable erste Saisonhälfte, beide haben sie in zwei Riff-Lefts komplett gedreht.
Im Titelrennen der Herren bleibt Italo Ferreira vorn, gefolgt von Fioravanti und Dora. Medina rückt mit dem Finale auf Platz 4 vor — 6.840 Punkte hinter Ferreira, bei fünf verbleibenden Events. Bei den Damen übernimmt Carissa Moore nach dem frühen Aus von Gabriela Bryan das gelbe Trikot. Die Hawaiianerin und Brooks sind die einzigen Surferinnen mit zwei Saisonsiegen. Übrigens: Wer die Bilder aus Cloudbreak nachholen will — der Livestream-Replay läuft auf der WSL-Seite, alle weiteren Wassersport-News findest du auf unserer Startseite.
FAQ
Wer hat den Fiji Pro 2026 gewonnen?
Cole Houshmand (USA) bei den Herren mit 16,87 zu 15,17 gegen Gabriel Medina. Erin Brooks (Kanada) bei den Damen — kampflos, weil Isabella Nichols mit einer Sprunggelenksverletzung absagen musste.
Wann geht die Championship Tour weiter?
Mit dem Trestles Pro in Südkalifornien, Wettkampffenster 11. bis 20. September 2026.
Was wir mitnehmen
Ein Finale, in dem der Verlierer eine 10 surft — das gibt es nur an einer Welle wie Cloudbreak. Und zwei Sieger, die sich aus dem Tabellenkeller zurück ins Rampenlicht gesurft haben, zeigen, warum wir diesen Sport lieben. Wachs auf die Boards, Kaffee in die Tasse — oder kurz im POWERHALSE-Shop vorbeischauen. Hang loose, ride loud.